Stefan Wolle erzählt die Geschichte der DDR als die kollektive Biographie ihrer Bewohner. Er tut dies mit wissenschaftlichem Anspruch, aber zugleich mit Witz und Ironie und von eigenem Erleben geprägt.
Die Widrigkeiten der Mangelwirtschaft und der politische Druck kommen dabei ebenso vor wie die scheinbar idyllischen Seiten des Alltags. Er beschreibt den Seiltanz zwischen Anpassung und Aufbegehren, berichtet von den Versuchen, geistige Freiräume zu schaffen und bilanziert die gescheiterten Hoffnungen.
Die DDR wird dabei weder verklärt noch dämonisiert, sondern in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit vorgeführt - materialreich, provokant und sinnlich.